Seitenbeginn Zur Hauptnavigation Zum Seiteninhalt

Europäische Raumentwicklungspolitik

In zentraler Lage Europas strebt Thüringen eine ausgewogene und nachhaltige räumliche Entwicklung an und orientiert sich dabei an den Leitprinzipien und politischen Optionen des Europäischen Raumentwicklungskonzepts, der Territorialen Agenda sowie der Strategie Europa 2020 für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum.

Gemäß § 2 Nr. 8 ROG sollen die räumlichen Voraussetzungen für den Zusammenhalt der Europäischen Union und im größeren europäischen Raum sowie für den Ausbau und die Gestaltung der Transeuropäischen Netze gewährleistet werden.

Thüringen steht dabei, wie viele andere Regionen Europas auch, vor Herausforderungen, die nicht an Grenzen haltmachen und deshalb grenzübergreifende Lösungen erfordern. Die Europäische Union unterstützt daher die regionalentwicklungspolitische Zusammenarbeit von Städten und Regionen ihrer Mitgliedstaaten seit dem Jahr 1997. Mit den Programmen der transnationalen Zusammenarbeit Interreg B wird die raum- und ressortübergreifende Zusammenarbeit über Staatsgrenzen hinweg gefördert.

Die Abschlussdokumentation „INTERREG B in Ostdeutschland“ stellt neben dem Projekt SubNodes weitere spannende Projekte zur transnationalen Zusammenarbeit vor.

Link zur Broschüre der Abschlussdokumentation (PDF)

Aktuelle Projekte

Aktuell führt das TMIKL in diesem Zusammenhang folgende Projekte durch:

  • OptiTrans

    Optimierung von Verkehrspolitik für eine grünere Mobilität

    Inhalt des Projektes ist ein intensiver Erfahrungsaustausch zu Fragen der Planung und Organisation des ÖPNV. Vor allem die Optimierung der CO2-armen Anbindung ländlicher Räume eine große Herausforderung dar. Die Projektpartner entwickeln gemeinsam Aktionspläne in den Handlungsfeldern 

    • Fahrgastkomfort (einschl. WLAN an Haltepunkten bzw. in Fahrzeugen)
    • Fahrgastbeteiligung (Fahrgastbeiräte, Beteiligung bei der Aufstellung von Verkehrsplänen)
    • Tarife & Fahrscheinwesen (Verbundtarife, Abonnements, elektronisches Ticketing)
    • Intermodalität (umweltfreundliche Verknüpfung verschiedener Verkehrsträger)
    • Flächenabdeckung, Taktung und flexible Bedienformen
    • Öffentlichkeitsarbeit/Kampagnen zur Fahrgastgewinnung

     und evaluieren deren Implementierung und Auswirkung.

    Projektseite OpitTrans: https://www.interregeurope.eu/optitrans/

  • SubNodes

    Ein europäisches Kooperationsprojekt zur besseren Verknüpfung von Fernverkehrsknoten mit ihrem Umland

    Die überregionale Erreichbarkeit Thüringens ist ein wichtiger Standortfaktor für den Freistaat. Mit der Eröffnung des ICE-Knotens Erfurt hat sich diese signifikant verbessert. Um die gewonnenen Erreichbarkeitsvorteile in die Fläche zu tragen, ist der Schienenpersonennahverkehr schon jetzt auf den Fernverkehr abgestimmt. Entsprechende Taktknoten innerhalb Thüringens gewährleisten die Vernetzung der Nah- und Fernverkehre und ermöglichen so das durchgängige Reisen ohne lange Wartezeiten beim Umsteigen. 

    Gemeinsam mit Partnern aus sechs mitteleuropäischen Ländern geht das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft der Frage nach, wie das Hinterland des transeuropäischen Schienenverkehrsnetzes (TEN-V) besser mit den bestehenden Hauptknoten verknüpft werden kann. Um Fahrgästen eine durchgängige Reisekette zu bieten, sollen daher geeignete Mittelzentren zu intermodalen, sekundären Knoten des öffentlichen Personenverkehrs entwickelt werden – so genannte „Subknoten“. 

    In Thüringen kooperiert das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft im Rahmen des Projekts mit dem Institut Verkehr und Raum der Fachhochschule Erfurt und dem Landkreis Sömmerda. Konkret werden hierbei Lösungsansätze erarbeitet, den ÖPNV im Landkreis ausgehend vom Subknoten Sömmerda so umzugestalten, dass er Pendlern und Pendlerinnen eine attraktive Alternative zum motorisierten Individualverkehr bietet.“

    Projektseite SubNodes: https://www.interreg-central.eu/Content.Node/subnodes.html

  • REIF

    Revitalisierung des regionalen Schienengüterverkehrs

    REIF testet die Entwicklung und Anwendung von Instrumenten zur Analyse der regionalen Potenziale für den Schienengüterverkehr, ermittelt  Infrastrukturengpässe und versucht wirksame Maßnahmen vorzuschlagen, um gefährdete Verbindungen zu erhalten oder sogar bereits geschlossene Schienenverbindungen wieder zu reaktivieren. Darüber hinaus werden die unterschiedlichen Bedingungen für die Auslösung der Aktivierung neuer Schienenverkehrsdienste untersucht. Dies reicht von organisatorischen Aspekten bis hin zur Sicherstellung einer „kritischen Masse“ der Verkehrsnachfrage.“

    Projektseite REIF: https://www.interreg-central.eu/Content.Node/REIF.html

     

  • Green LUPO

    Eine nachhaltige Flächenhaushaltspolitik zwischen Entwicklungsmöglichkeiten und Begrenzung

    Green LUPO begegnet dem dringenden Bedarf, den Flächenverbrauch zu reduzieren und die Natur wieder stärker in die Raumplanung zu integrieren. Ziel ist es, praxisnahe und skalierbare politische Verbesserungen zu entwickeln, die Flächenrecycling, Nachnutzung von Brachflächen und grüne Infrastrukturen fest in alltägliche Entscheidungsprozesse einbetten. Durch die Vernetzung von Regionen, Kommunen, Behörden und Forschungspartnern stärkt das Projekt Kompetenzen, Datenverfügbarkeit und Werkzeuge zur Überwachung des Flächenverbrauchs, zur Priorisierung der Nachnutzung und zur Wiederherstellung degradierter Standorte. Dies ermöglicht eine evidenzbasierte Raumplanung, gesündere Böden und Lebensräume sowie kompaktere, klimaresiliente Siedlungsstrukturen. Planungsakteure erhalten dadurch praxisorientierte Leitlinien, Pilotlösungen und strategische Fahrpläne, die das EU-Ziel „No Net Land Take 2050“ in konkrete Maßnahmen überführen zum Nutzen von Mensch, Natur und lokaler Wirtschaft.

     

  • Rail4Regions

    Erweiterung der Raum- und Verkehrsplanungskapazitäten für die Verbesserung des Zugangs zum Schienengüterverkehrsnetz sowie für die Unterstützung der Regionalentwicklung

    Rail4Regions befasst sich mit der Notwendigkeit, das Schienengüterverkehrsnetz zu verbessern. Ziel ist es, hochskalierbare Lösungen zu entwickeln, die den Zugang zu den europäischen Verkehrskorridoren verbessern, die regionale Entwicklung fördern und einen umweltfreundlichen Verkehr für ländliche und periphere Regionen ermöglichen. Im Ergebnis sollen die Akteure aus den Bereichen Verkehr und Planung umfassende Planungsinstrumente erhalten, um den Schienengüterverkehr durch Anschlussgleise, wiederverwendete Neben- und Zubringerstrecken, verbesserte Ladeinfrastruktur und die Förderung des Einzelwagenverkehrs zu stärken.

    Newsletter

    Newsletter #1

Diese Seite teilen

Weitere Werkzeuge