Extremismus | Beratungs- und Hilfsangebote in Thüringen
Es gibt in Thüringen zivile Akteure der Extremismusprävention, die Betroffenen kostenlos und niedrigschwellig mit Rat und Tat zur Seite stehen. Falls man sich nicht sicher ist, wer einem am besten weiterhelfen kann, ist auch dies kein Problem. Die Initiativen und Beratungsstellen stehen untereinander in Austausch, so dass man als Betroffener auch sicher sein kann, letzlich an eine passgenaue Beratung zu kommen. Die Stabsstelle Polizeiliche Extremismusprävention kann ebenfalls ein erster Ansprechpartner sein, wenn man sich nicht sicher ist, an wen man sich wenden kann.

Mobit - Mobile Beratung in Thüringen
Für Demokratie - Gegen Rechtsextremismus
MOBIT berät und unterstützt alle, die sich in Thüringen gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Verschwörungsideologien und Antisemitismus und für demokratische Werte engagieren wollen. Die Beratung orientiert sich an den Akteurinnen und Akteuren und Gegebenheiten vor Ort. Neben der Vermittlung von Wissen steht die Stärkung der Handlungskompetenzen und der Eigeninitiative im Vordergrund.
Gemeinsam mit engagierten Personen und Bündnispartner werden – ausgehend von deren Erfahrungen und unter Berücksichtigung lokaler Besonderheiten – spezifische Handlungsstrategien entwickelt, um nachhaltige Veränderungsprozesse in Gang zu setzen.
Thüringer Beratungsdienst
Ausstieg aus Rechtsextremismus und Gewalt
Der Thüringer Beratungsdienst ist ein Team aus pädagogischen Fachkräften und bietet Unterstützung
beim Ausstieg aus Rechtsextremismus, Hass und Gewalt. Das Beratungsangebot richtet sich an
Menschen, die Unterstützung beim Ausstieg aus der rechten Szene suchen. Die Unterstützung
geschieht unabhängig von Polizei und Justiz.
Auch Angehörige (Eltern, Partner/Partnerinnen, Freunde/Freundinnen) und Fachpersonal können
sich bei Fragen im Umgang mit Rechtsextremismus an den Beratungsdienst wenden. Das Team agiert
aufsuchend und thüringenweit.
Alle Beratungen sind freiwillig, kostenfrei und vertraulich.
Der Thüringer Beratungsdienst wird getragen vom Verein Drudel 11 e.V.
Link zum Thüringer Beratungsdienst
Telefon +49 3641 29 90 74
Distanz e.V.
Distanzierungsarbeit, jugendkulturelle Bildung und Beratung
Distanz – Distanzierungsarbeit, jugendkulturelle Bildung und Beratung – e.V. wurde 2019 in Weimar gegründet und ist landesweit anerkannter Träger der Jugendhilfe nach §75 SGB VIII. Seit 2020 ist Distanz e.V. Zentrum für Distanzierungsarbeit in Thüringen. Der gemeinnützige Verein widmet sich bundesweit offline wie online dem jungen Feld der sogenannten Distanzierungsarbeit mit jungen Menschen. Der Fokus dieser Tätigkeit liegt hierbei auf der Intervention gegen Rechtsextremismus und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.
ezra | Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Thüringen
ezra berät, begleitet und unterstützt Menschen, die aus Motiven gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit angegriffen werden – also deshalb, weil die Täterinnen oder Täter sie einer von ihnen abgelehnten Personengruppe zuordnen. Daneben richtet sich das Angebot auch an Angehörige von Betroffenen und an Zeuginnen und Zeugen.
elly | Hatespeech-Beratungsstelle in Thüringen
elly ist eine spezialisierte Beratungsstelle in Thüringen, die Betroffene von rechter Hatespeech begleitet und unterstützt.
Das Beratungsangebot von elly richtet sich an alle Menschen, die von rechter Hatespeech im Internet betroffen sind. Dabei geht es um Angriffe oder Beleidigungen auf Social-Media-Kanälen, rechtsextremistische motivierte Shitstorms oder Drohungen per DM oder Mail. Bei Anfeindungen aus rassistischen, antisemitischen, sexistischen oder queerfeindlichen Motiven heraus zeigt elly Handlungsoptionen auf, bietet psychosoziale Beratung an und Begleitung zu Staatsanwaltschaft und Gericht.
Sie sind in der Extremismusprävention in Thüringen tätig und möchten Ihr Angebot hier sehen?
Melden Sich sich einfach bei der Stabsstelle Polizeiliche Extremismusprävention: pep@tmik.thueringen.de
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