Islamismus
Religiös-politischer Extremismus
Der Islamismus ist eine besondere Erscheinungsform des politischen Extremismus. Islamisten streben unter Bezugnahme auf die Religion des Islam die Abschaffung weltlicher Herrschaftsformen an. Insbesondere die Demokratie, als Herrschaft des Volkes mit selbst gewählten Regierungen, lehnen Islamisten ab. Vielmehr vertreten sie die Auffassung einer gottgewollten, absoluten Ordnung, die über allen menschengemachten Ordnungen steht und diesen überlegen sei.
Ziel: ein Gottesstaat
Islamisten sind davon überzeugt, dass die Regeln des Islam nicht nur das private, sondern vielmehr auch das öffentliche Leben bestimmen. Dies bezieht insbesondere auch die politische Ordnung mit ein. Der religiöse Führer ist zugleich auch der weltliche Führer, die Regeln des täglichen Zusammenlebens ergeben sich aus dem Koran, der Sunna und anderen religiösen Bezugsquellen und bilden die sogenannte Sharia. Oberster Gesetzgeber ist somit Gott. Dies steht diametral im Verhältnis zu der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland, hier insbesondere zu den Prinzipien der Gewaltenteilung, der Volkssouveränität, der Trennung von Staat und Religion, der freien Meinungsäußerung sowie der allgemeinen Gleichberechtigung. Die freiheitlich-demokratische Grundordnung soll somit mindestens teilweise abgeschafft werden.
Weitergehende Informationen zum Islamismus
Weitergehende Informationen zum Thema Islamismus und den unterschiedlichen Erscheinungsformen, insbesondere zum Salafismus und radikalen Strömungen finden Sie auf den Seiten der Verfassungsschutzbehörden, der Bundeszentrale für politische Bildung sowie den Seiten des BMI.
Link zum Bundesamt für Verfassungsschutz Link zum Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz
Link zum Bundesministerium des Innern Link zur Bundeszentrale für politische Bildung
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